Nach den obligatorischen Tagesordnungspunkten zur Eröffnung gab der 1. Vorsitzende Günter Gawlik zum ersten Mal seinen Rechenschaftsbericht ab, gefolgt vom Rapport des Kassenwarts Dario Becci und bestätigt durch den Revisor Harald Naas. Sodann wurde der Vorstand einstimmig entlastet und ebenfalls einstimmig durch Josef Schuppe als 2. Revisor sowie durch Andrea Weikert als zusätzliche Beisitzerin ergänzt. Ebenfalls konnten zwei neue Mitglieder begrüßt werden. Das anschließende gemeinsame Mittagessen – das wie in den Jahren zuvor auf die Rechnung des Ortsverbandes ging – bot Gelegenheit zur Stärkung und zum persönlichen Austausch.
Der zweite Teil wurde zunächst mit einer Ehrung eröffnet. Rolf Horschler, Jahrgang 1942, hält dem SoVD seit mehr 25 Jahren die Treue, dafür sei ihm unsere Anerkennung gezollt. Möge er trotz seiner Krankheit doch noch einige Jahre unter uns bleiben. Bei dieser Gelegenheit wünschen wir auch allen unseren betagten und kranken Mitgliedern Genesung und Gottes Segen. Namentlich seien Karin Schüler, die 2. Vorsitzende, und Beisitzer Berthold Probsteder erwähnt.
Im seminaristischen Teil gab Jürgen Nesweda (ehemaliger SoVD-Rechtsberater) eine Einführung in das Thema Erbrecht. Auch wenn das Thema nicht für jede*n in gleicher Weise aktuell war, so war der Vortrag durchaus interessant und allgemeinbildend. Schließlich sollte auch ein kleines Erbe nach dem Ableben gut vermacht sein, um Streitigkeiten zu vermeiden.
Danach berichtete Dr. Martin Rheinländer als Schriftführer über die mit Spannung erwartete Auswertung der Mitgliederbefragung, die im vergangenen November und Dezember auf Veranlassung des Vorstandes unter den über 500 Mitgliedern des Ortsverbandes durchgeführt worden war, um über deren Interessen und Anliegen zu erfahren.
Schließlich gab es noch ein Impuls-Referat zum aktuellen Thema der elektronischen Patientenakte (ePA). Über deren Einführung hatte die SoVD-Mitgliederzeitung „Soziales im Blick“ in der März-Ausgabe in zwei Artikeln vor allem positiv berichtet. Doch birgt die ePA auch Gefahren und Risiken, die nicht verschwiegen werden sollten. Mit einer kleinen offenen Diskussionsrunde zu diesem Thema endete die Jahreshauptversammlung gegen 16 Uhr.
Nur einige Vorstandsmitglieder blieben noch ein Weilchen, um den vollen Tag Revue passieren zu lassen und ein Fazit zu ziehen. Heidi Gawlik, die ihren Mann bei seiner Arbeit für den SoVD nicht nur als Ehefrau, sondern auch als Beisitzerin unterstützt, zeigte sich erleichtert und zufrieden. Die Vorbereitung des Neujahrsempfanges am 14. Januar und der Jahreshauptversammlung am 22. März war mit mehr Aufwand verbunden als es von außen scheinen mag, besonders für den 1. Vorsitzenden trotz der tatkräftigen Mithilfe durch die anderen Vorstandsmitglieder. Selbstkritisch merkt Günter Gawlik an, dass die Jahreshauptversammlung für die anwesenden älteren Mitglieder vielleicht doch etwas zu vollgepackt gewesen sein könnte. Andererseits besteht der Wunsch, den Mitgliedern neben geselligen Aspekten auch Inhalte und kritische Reflexionen insbesondere zu sozialpolitischen Themen zu bieten. Dem pflichtete Dr. Martin Rheinländer bei. Demokratie lebt von Aufklärung und dem kritischen Diskurs, „unten“ bei den Bürger*innen, von und für uns. Dafür kann und sollte auch der Ortsverband ein Forum bieten. Nun ist der Vorstand gespannt, wie der erste Stammtisch am 4. April um 17 Uhr im Restaurant Lindbergh, City-Airport, Neuostheim) anlaufen wird. Weitere Stammtische sollen quartalsmäßig folgen. Auch interessierte Nicht-Mitglieder sind zu den Stammtischen herzlich willkommen